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Bild: Dom bei Nacht - im Vordergrund die alte Brücke über die Lahn
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Wahscheinlich ließ Graf Heinrich von Nassau den heutigen Dom ab 1215 auf dem Platz der älteren Stiftskirche erbauen. Er wurde als Stifts- und Pfarrkirche St. Georg und Nikolaus im Jahre 1235 durch den Trierer Erzbischof geweiht, war jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz vollendet. Im Jahre der Weihe erfolgte auch die Grundsteinlegung der Marburger Elisabethkirche, der zweiten großen Kirche im Lahngebiet, die bereits ganz in den Formen der frühen Gotik erbaut wurde. Der Limburger St. Georg Dom dagegen ist noch ganz der späten rheinischen Romantik verhaftet. Doppelturmfassade, Langhausemporen, Zwerggalerie, Rautendächer der Türme gehören zum alten rheinischen Formengut. Besonders in dem Reichtum der Außenarchitektur spiegelt sich das Selbstbewußtsein spätstaufischer Zeit wider.
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Durch Planänderung während des Baus, wahrscheinlich durch einen Wechsel des Baumeisters hervorgerufen, kamen neue Anregungen von den nordfranzösichen frühgotischen Bauten (Noyon, Laon, Toumai) hinzu, so die symbolische Siebenzahl der Türme, die Strebebogenkonstruktion, der Chorumgang und der viergeschossige Wandaufriß. Bis 1280 waren die wichtigsten Bauabschnitte des Doms beendet. In den folgenden Jahrhunderten wurden kaum Veränderungen vorgenommen, und seit seiner Außenrenovierung im Jahre 1973 erstrahlt er wieder in der Farbfassung des Mittelalters.
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Die jüngste Innenrestaurierung des Doms geriet zur kunsthistorischen Sensation. Sie förderte in mehrjähriger diffiziler Kleinarbeit in Teilbereichen farbenfrohe romanische Fresken der Original-Raumfassung aus dem 13.Jahrhundert zutage. Damit besitzt Limburg einen Kunstschatz, der in Europa einmalig ist.
Bild: Innen im Dom - Blick in den Viergangsturm
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